Ein langer Winter

Wir haben uns leider völlig verausgabt mit unserer Sommertour, machen aber trotzdem weiter. Ideensammlungen, kleinere Veränderungen in der Struktur mit einer geplanten Integration einer die Kommunikation förderlichen Signal-Gruppe. Leider gehen die Corona-Fallzahlen wieder so durch die Decke, dass wir bei den kommenden, monatlichen Treffen wieder auf die bewährten Videokonferenzen zurückreifen. Nicht so schön für das private, aber dennoch praktikabel. Und…. wenn dann im kommenden Frühjahr die Horrormeldungen wieder abklingen sollten, liebend gern auch wieder in Präsenz.

Grobe Planung: Lesung irgendwann im Zeitraum Februar/März, falls es die Bestimmungen zulassen sollten ebenfalls in Präsenz. Und vielleicht ist irgendwann zwischendurch noch Platz, um mit den vielen anderen Ideen wie unserem BGE-Spiel, einem allgemeinen Brainstorming über die Sinn- oder Unsinnigkeit des Bedingungslosen „Grundauskommens“ einige Argumentationstricks auszuarbeiten, die wir bislang noch nicht gekannt oder gedacht haben. Daher brauchen wir auch in Zukunft jede Menge Input an Ideen, die die Welt zu einer besseren machen.

Für alle Interessierten an unserer vergangenen Sommertour: Auf Nachfrage gibt’s einen Download-Link für unsere insgesamt drei Videos, die dabei entstanden sind. So kann ein Jeder, der nicht mit dabei war sich einen Eindruck verschaffen, wie’s denn so war. Als besonderer Tipp von unserer Seite: Vor allem die Abschluss-Veranstaltung mit Lesung und Podiums-Diskussion ist immer wieder hochgradig informativ anzuschauen. Mail an bedingungslosesgrundeinkommen@posteo.de reicht aus.

Unsere gemeinsame Resolution

Resolution in der Kultgiesserei zu Dudweiler am 15. August 2021 im Anschluss an die faire BGE-Sommertour durchs Saarland vom 10.07. – 15.8.2021

Hier und jetzt geht diese Aktion zu Ende, aber die Zeiten einer Politik, die sich nur um den eigenen parteipolitischen Machterhalt sorgt, sind vorbei. Die Notwendigkeit einer nachhaltigen Politik, die aktiv an einer besseren Zukunft für alle – Mensch und Erde – arbeitet, wird Tag für Tag spürbarer. Die Zeit kluger Worte ohne Taten ist vorbei und es braucht neue Ideen, Entschiedenheit und Mut, um – besonders auch im Namen der Kinder unserer Kinder – zu handeln. Deshalb fordern wir im Jahr der Bundestagswahl 2021 und der Landtagswahl 2022 im Saarland von der aktuellen und der dann neuen Landesregierung mutig und zukunftsorientiert zu handeln.

Die Verwendung von Resolutionssprache hat eine gewisse Sperrigkeit, die sie den verwendeten Formulierungen aus dem Koalitionsvertrag vom 16.05.2017 verdankt.

Wir fordern:

1. Die Landesregierung realisiert ihr im Koalitionsvertrag am 16.05.2017 aufgestelltes Ziel und setzt durch, dass das Saarland das erste faire (Fairtrade) Bundesland in Deutschland wird. Falls es in dieser Legislaturperiode nicht mehr dazu kommt, muss die nächste Landesregierung dieses Vorhaben vollenden.

Wir fordern das faire Bundesland Saarland.

2. Die Landesregierung nimmt die politische Mitbestimmung bzw. BürgerInnenbeteiligung sehr ernst und möchte diese zukunftsfest, offen und transparent gestalten. Es reicht aber nicht, Betriebsräte zu unterstützen oder ein umfassendes Beschwerdemanagement zu gewährleisten. Es geht darum, dass die Nöte, Wünsche und Probleme der Bevölkerung durch BürgerInnenräte verhandelt und gelöst werden müssen. Diese Räte können von der Landesregierung eingesetzt werden. In einem ersten Schritt sind zumindest die gesetzlichen Grundlagen für eine solche Form der partizipatorischen politischen Mitgestaltung durch Bürgerinnen und Bürger zu etablieren.

Wir fordern die Einsetzung eines BügerInnenrates im Saarland.

3. Die Landesregierung möchte die Armut im Lande bekämpfen und die Benachteiligungen und schwerwiegenden Folgen, die durch Armut entstehen, beseitigen. Das ist sehr lobenswert, aber halbherzig, wenn bei den sogenannten Armen nichts ankommt. Die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens (BGEs) wäre ein neuer Lösungsansatz. Das Saarland ist aufgrund seiner Vielfältigkeit und der überschaubaren Größe eine ideale Modellregion für die Einführung eines BGEs, das beispielhaft für die gesamte Bundesrepublik Deutschland stünde. Eine wissenschaftliche Begleitung und Auswertung über einen längeren Zeitraum würde eine zentraleuropäische Datengrundlage für weitere Entscheidungen bilden. Auch für eine innerdeutsche neue Wahrnehmung des Saarlandes kann dies von beträchtlichem Gewinn sein, da sich der Fokus auf ein mutiges, innovationsfreudiges und zukunftsfähiges Bundesland richtet.

Wir fordern einen Modellversuch für die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens im Saarland.

4. Die Landesregierung sieht im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Allgemeinen und der Saarbahn im Besonderen unverzichtbare Verkehrsträger zur zielgerichteten Umleitung der Verkehrsströme nicht nur für den Großraum Saarbrücken. Europaweit geht der Trend hin zu einer Steigerung der Attraktivität des ÖPNV, um dadurch eine größerer Akzeptanz zu erreichen. Eine kostenlose Bereitstellung wie z.B. in Luxemburg sollte hierbei das Ziel sein. Bei entsprechend zu beantragenden Fördergeldern von Seiten des Bundes bzw. der EU würden die langfristigen Kosten für Erhalt und Neubau von Straßen tendenziell sinken, auch ein Rückbau für wenig belastete Verbindungswege ist denkbar, was weitere Ersparnisse beim Erhalt der Strecken und einer Ausrichtung auf eine klimapolitisch sinnvolle Renaturierung beträchtlicher Flächen zur Folge hätte. Unterstützt werden sollte dieser zukunftsweisende Weg einer vermehrten Nutzung des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs durch eine breit angelegte Informationskampagne. Außerdem sollten die Webflächen auf den Fahrzeugen in Zukunft vermehrt zur Förderung von Projekten und Produkten regionaler Nachhaltigkeit Verwendung finden, um diese gezielt einer breiteren Öffentlichkeit näher bringen zu können.

Um auch in Zukunft einen flüssigen Verkehrsablauf gewährleisten zu können, fordern wir die sukzessive Einführung eines kostenlosen ÖPNV im Saarland.

5. Die Landesregierung möchte in die Zukunft investieren. Im Bereich der Versorgungs- und Entsorgungsbetriebe sind das Gelder, die in die zukünftige Daseinsvorsorge fließen. Aber es geht nicht darum, den Müll fachgerecht zu entsorgen und es reicht auch nicht aus, Müll zu vermeiden, sondern es geht vielmehr darum, dass lokale Prosumenten-Einrichtungen entstehen, die dafür sorgen, dass aus Konsumenten Menschen werden, die nicht mehr Ressourcen verbrauchen, sondern erschaffen, indem sie produzieren, reparieren, tauschen, kommunizieren und neue Lösungen entwickeln. Hierfür müssen viele Akteure zusammenarbeiten, um die teilweise eingefahrenen Verfahrensweisen zu durchbrechen, damit neue, unabhängige, im Regionalen nachhaltig funktionierende Kreislaufsysteme, entstehen.

Wir fordern ein erstes lokales Prosumenten-Haus im Saarland.

6. Die Landesregung fördert ein selbstbestimmtes Leben im Bereich der älteren Bevölkerungsgruppen. Das ist selbstverständlich nachvollziehbar und nötig. Aber: um wie viel mehr bräuchte es einen Masterplan für das selbstverständliche Leben als junger Mensch in unserem Land und die Bereitstellung der dafür notwendigen Voraussetzungen, die die Ängste und Ansprüche der Nachwachsenden ernst nehmen. Das kann etwas völlig anderes beinhalten als der Durchschnitt der Siebzigjährigen. Konsens sollte sein, dass die Jugend entscheidungsoffen ihre Verbesserungsvorschläge einbringen kann und nicht von einer Mehrheit der Alten, die für diese Misere verantwortlich ist, bevormundet wird.

Wir fordern einen Masterplan mit und für die Jugend des Saarlandes.

– Fairtrade Initiative Saarland

– Offener Treff für das Bedingungslose Grundeinkommen Saar

– attac saar

BGE-Sommertour – letzter Teil – die Abschlussveranstaltung

Vielleicht war es zu früh an einem Sommersonntag um 14.00 Uhr in einer alten Fabrikhalle mit einer Veranstaltung zu beginnen, aber mit jedem Blick in die Zuschauerreihen füllten sich diese mit mehr und mehr Menschen bis es keine Corona-bedingt freien Plätze mehr gab. Ursela und Matthias schoben erschöpft das Tandem vor die Bühne, berichteten von der Tour, erwähnten Spielregeln und Sponsoren und übergaben das Wort an Melanie, die als Vormund von Päckchen ins Thema einführte, das viele gute Fragen stellte und unterschiedlich Optionen offen ließ.

Daniel Weißbrodt überzeugte in seiner Lesung aus seinem Buch mit seiner wissenschaftlichen Akribie und seinem Humor. Er lässt das scheinbar Unmögliche denkbar werden und freut sich über Widerspruch und Kritik an seinem Entwurf. Ein sehr lesenswertes Buch. Das viele historische Anspielungen und Ostereier enthält, die das eigene Nachdenken befruchten und beflügeln.

Es wurden 5 BGE-Tassen und 5 Tafeln faire Schokolade verlost und die anwesenden GewinnerInnen lasen bereitwillig ihre Visionen vor.

Es bleibt mir die ehrliche Frage, wie das Bild vom Menschen geändert werden kann, dem nicht zugetraut wird, dass sie sich um eine faire Zukunft für alle sorgen kann. Vielleicht gibt es doch ein nachhaltiges Moment der fairen BGE-Sommertour, wenn die 6 Forderungen an die aktuelle und zukünftige Landesregierung in die Politik Eingang finden und ganz praktisch umgesetzt werden:

1. Wir fordern das faire Bundesland Saarland.
2. Wir fordern die Einsetzung eines BürgerInnnerates im Saarland.
3. Wir fordern einen Modellversuch für die Einführung eines BGEs im Saarland.
4. Wir fordern die sukzessive Einführung eines kostenlosen ÖPNV im Saarland.
5. Wir fordern ein Prosumenten-Haus im Saarland.
6. Wir fordern einen Masterplan mit und für die Jugend des Saarlandes.

Einen harmonischen, versöhnlichen und begeisternden Ausklang gab es nach dem Essen der Fairtrade-Tofu- und Lupinenwürstchen durch das Hofkonzert mit David Bayer und Daniel Osorio, die uns mit den sehnsuchtsvollen, traurigen aber besonders auch fröhlichen Liedern der Venezuelerinnen ins Träumen für eine bessere Welt für alle brachten, den Glauben an das Gute im Menschen wiederweckten und die Chance auf Veränderungen in Richtung der großen sozialen und ökologischen Transformation stärkten.

Die Kultgiesserei in Dudweiler ist ein Ort voller Magie und Möglichkeiten, der nur darauf wartet mit Leben und Erlebnissen gefüllt zu werden, damit er seiner Bestimmung gerecht wird, Raum für alle zu werden, die nicht nur konsumieren wollen, sondern tatkräftig Veränderungen leben. Und vielleicht entsteht hier das erste Prosumenten-Haus im Saarland.


Hier die etwas besseren Fotos – mit freundlicher Genehmigung von Gerhard Schaal:


Diese Veranstaltung wurde gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des

Internationale Frauenpower und nur ein kleiner Berg

Verstärkt wurden unsere fahrradfahrenden Reihen mit Frauenpower aus Südindien, Nigeria und Vietnam. Des Fahrradfahrens ungewohnt, schlugen sich die Frauen wacker und klaglos, ob der nicht immer ganz einfachen Strecke.

Dabei gab es unterwegs auch ein paar touristische Momente, die mit dem Verzehr streckennaher Brombeeren versüßt und der Besichtigung eines Hinkelsteins zum Erlebnis wurde.

Es entspann sich eine lebhafte und leidenschaftliche Debatte, wie denn eine faire Zukunft für alle in den jeweiligen Heimatländern aussehe. Und es war hilfreich, dass wir die Bodenzeitung, mit der Ausgangsfrage „Was würden Sie mit einem sicheren BGE tun?“ und den 9 Antwortmöglichkeiten komplett ins Englische übersetzt hatten und so schnell ins Thema kamen.


Kaum war alles aufgebaut, der köstliche Kuchen verzehrt und ein paar Gespräche geführt worden, hieß es auch schon wieder abzubauen, damit wir nicht gar zu spät in der Kultgiesserei in Dudweiler ankämen. Zwischenzeitlich hatten sich ein paar Profiradler zu uns gesellt, die meinten, dass die kleine Steige von nur 2 km unseren sportlichen Ambitionen entsprechen müsste und auch noch Zeit sparen würden.

Wir sind alle gesund und rechtzeitig angekommen, ob dieser Stress wirklich notwendig war, sei dahingestellt. Noch schnell etwas Kaltes trinken, das richtige T-Shirt anziehen und schon ging es los mit der Begrüßung zur Abschlussveranstaltung der fairen BGE-Sommer 2021.


Diese Veranstaltung wurde gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des

Mit Unterstützung aus Franken und einem „dazu-Erlebnis“

Von vornherein hatten wir uns für diesen Abschnitt der Tour für die Deutsche Bahn entschieden, schien die Strecke nach St. Wendel scheinbar einfach etwas zu weit und die Heimfahrt via Neunkirchen nach Saarbrücken bei hochsommerlichen Temperaturen ‚too much‘. Unterstützung bekamen wir dieses Mal von Georg aus Nürnberg, der ein paar aufbautechnische Verbesserungen hatte und ein Näschen für die besten Verpflegungsmöglichkeiten bewies. St. Wendel entpuppte sich als ein Ort Interessierter, die mit uns ins Gespräch kommen wollten.

Als eine ehemalige Schulleiterin erfuhr, dass es sich beim BGE um ein zusätzliches Einkommen handele und nicht um das einzige, ward wieder eine Unterschrift für die EBI gewonnen. Die Einnahme des Mittagessens gestaltete sich als köstliche und nachhaltige Nahrungsaufnahme.

Gerne wären wir hier noch länger geblieben, konnten wir doch endlich einmal nachempfinden, das ca. 50% der Deutschen für ein BGE seien.
In Neuenkirchen kam dann mal wieder das Glücksrad zum Dauereinsatz, das von Jüngeren und Jüngsten frequentiert wurde, die sich nach einer richtigen Antwort über den gewonnen fairen Sesamriegel bzw. das faire Schokolädchen freuten.

Müde, aber glücklich ging es nach Hause, nachdem die Absprachen und Aufgaben für das morgige große Finale besprochen und verteilt waren. Es fühlte sich gut an so weit gekommen zu sein.


Diese Veranstaltung wurde gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des

Lasten-Räder sind das neue Cabrio – oder – was Störche mit dem BGE zu tun haben

Mit fast einem halben Dutzende E-Lastenrädern ging es in der Früh vom Landwehrplatz in Saarbrücken los, um fast gechillt nach Blieskastel und dann weiter nach Homburg zu radeln. Es war die Technik, die das Abfahren und Ankommen erstmalig verzögerte und die DB-Fraktion vor Ort ein wenig warten ließ. Vereint vor Ort bauten wir unseren Stand auf und gingen in Konkurrenz zum Einkaufen und zum Kaffee-Konsum.

Auffällig war es an diesem Tag, dass wir mit vielen Menschen ins Gespräch kamen, die nicht mehr für die Initiative unterschreiben konnten, weil sie dies bereits gemacht hatten.

So tauschten wir uns über unser vielfältigen Engagements aus und fachsimpelten über ein Deutschland nach der Merkelzeit.

Auf der Etappe nach Homburg wollten wir eigentlich nur das Radeln auf der Bundesstraße vermeiden, mussten aber bald erfahren, dass eine vermeintlich vielversprechende Abkürzung sich als ein Umweg entpuppt, wurden aber durch das majestätische Aufsteigen einer Gruppe von Störchen belohnt, die wir davon überzeugen konnten, nur noch den Familien Kinder zu bescheren, die ein BGE vorbehaltlos befürworten.

In Homburg angekommen, gestalteten wir unser Angebot zentral zwischen zwei Testzentren mittig auf dem Christian-Weber-Platz, fast schon geschützt von einem kleinen Palmenring, wo wir versuchten von den begeistert Fußballspielenden jungen Männern ein wenig Aufmerksamkeit zu erheischen; was nur mäßig gelang, da die Übersetzung der Bodenzeitung ins Arabische, Kurdische und Türkische noch nicht vorlag.

Gesprächsanknüpfungspunkte waren hier weniger die vierbeinigen Familienmitglieder, denn die schicken zweirädrigen Fortbewegungsmittel, die ins Miteinander führten. Wir nutzen die übrige Zeit, um an der Resolution für den 15.08. zu feilen, verbesserte Vernetzungsideen zu spinnen und verteilten die Aufgaben für den nächste Etappe am 14.08. nach Sankt Wendel und Neunkirchen, um dann am 15.08. via Sankt Ingbert um 13.45 Uhr in die Kultgiesserei Dudweiler zum großen Abschlussfinale einrollen zu können.


Diese Veranstaltung wurde gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des

Von der heimlichen Hauptstadt des Saarlandes durch den Regen in die Weltkulturerbe- und Montanindustriehochburg

Heute am Sonntag, den 25. Juli 2021, ging es mit dem Fahrrad vom Ostbahnhof via Landtag, zum Corona-Testen, nach Saarlouis als erste Station, um dann weiter nach Völklingen zu fahren.

Für die ungeübten Fahrradfahrenden war es schon eine körperliche Herausforderung, die aber alle mit Bravour bewältigten. Unter blauen Himmel bauten wir unseren minimierten Stand in Saarlouis gegenüber dem Testzentrum auf, mit Glücksrad und modifizierter Bodenzeitung. Die Begegnungen heute, gestalteten sich völlig anders als am letzten Sonntag: gab es doch eigentlich nur 2 Lager, die einen, die sofort für die Initiative des EU-Parlaments unterschreiben wollten und die anderen, die ablehnenden bis negativ auf unser Anliegen reagierten. Einige können so ein Geschenk nicht annehmen, andere Deutsche schimpften über die Heimat und bezeichnete die Deutschen als Klugscheißer, die nichts auf die Reihe kriegen mit dem Fazit als Rentner nach Vietnam auszuwandern. In der Pause konzipierten wir eine neue BGE-Flagge und brainstormten über eine enkeltaugliches bedingungsloses Getränk, das verschenkt werden könnte.

Auf der Fahrt nach Völklingen wurden wir pitschnass, konnten aber wieder unseren Stand vor einem Testzentrum aufbauen und die auf ihr Testergebnis Wartenden in ein Gespräch verwickeln. Die Gesprächserfahrung mit Nichtdeutschen MuttesprachlerInnen führte zu der Überlegung, das wir unser Anliegen in möglichst viele Fremdsprachen zu übersetzen, jedenfalls in Arabisch, Türkisch, Englisch und Spanisch.

Es war eine gelungene Aktion, die deutlich machte wie viel Aufklärungsarbeit zum BGE zu leisten ist, damit das Thema selbstverständlich interkulturell behandelt werden kann. Die Frage, warum ein BGE Angst macht bzw. nicht angenommen werden kann, ist bestimmt nicht nur ein kulturelles Problem, sondern auch eine Frage der Generationen.

Schön, war es noch unter einem Regenbogen nach Hause zu kommen, das Fahrrad dem Allerwertesten zuliebe schiebend voller Vorfreude auf eine kurze, aber sehr heiße Dusche.


Diese Veranstaltung wurde gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des

We proudly present

Die ultimative Sommertour Abschluss-Fete in der Kultgiesserei Dudweiler

Sonntag, 15.08.2021 | ab 14:00 Uhr

Hier stehen die vielen Hinweise auf unsere Abschluss-Veranstaltung –

damit auch jeder die Location finde

Wir legten jeweils los gegen:

– 14 Uhr Melanie Streibelt mit „Päckchen“, dem Latzhose tragenden Rotschopf mit Knubbelnase, dem allwissenden und unermüdlichen Fantasiewesen, das simple Wahrheiten gerne auf den Punkt bringt. Mit Päckchen wird die Welt bunt, schön und vor allem friedlich. [http://kleines-paeckchen.de/]

– 15 Uhr Daniel Weißbrodt liest aus seinem Buch „Kurzer Abriss der Deutschen Geschichte 2022-2050 | Wie das bedingungslose Grundeinkommen unser Leben und unsere Gesellschaft verändert hat“ – Das Buch entführt uns in eine mögliche Zukunft, in der das bedingungslose Grundeinkommen Wirklichkeit geworden ist und beschreibt sowohl den Weg in diese Zukunft als auch die gesellschaftlichen Veränderungen, die ein BGE mit sich bringen könnte und lädt zum Nachdenken und zur Diskussion über die Frage an, wie und in welcher Welt wir leben wollen. [https://www.danielweissbrodt.de]

– 16 Uhr 30 Podiumsdiskussion zur „Zukunft Deutschlands und seiner Verantwortung in der Weltmit

Hans-Florian Hoyer (GLS), Michaela Couturier (Greenpeace Saarland) und Roland König (FDP)

Leitung: Roland Maltha (BUND)

– 18 Uhr Das MUSIKANDES-Projekt in aktueller Formation mit Daniel Osorio und David Beyer begründet auf lateinamerikanischem Erbe, interpretiert in der Tradition des politischen Liedes uA. von Eisler und Weill kritische Lieder aus Chile neu. Tanzbare Rhythmen, verbunden mit experimentellen Klängen werden folkloristisch innovativ umgesetzt. [https://danielosorio.de]

Diese Veranstaltung wird organisiert von der Fairtrade Initiative Saarland, attac saar, vesomeko und dem Offenen Treff für ein Bedingungsloses Grundeinkommen Saar.

Die Anzahl der Zuhörer ist aufgrund der Corona-Pandemie begrenzt. Daher ist eine Email-Anmeldung unumgänglich:

bedingungslosesgrundeinkommen@posteo.de

Plakat für die Abschluss-Veranstaltung

Wo ist denn eigentlich die Kultgiesserei mögen sich einige fragen – klare Antwort….

– Übersichtsplan

– Genaue Wegbeschreibung für die Wilhelmstraße 20 in Dudweiler:

https://www.kultgiesserei.de/karte/

– Parkmöglichkeiten: Parkplatz Dudoplatz bzw. Hallenbad Dudweiler

Mittlerweile ist alles bereits Vergangenheit und unser Bericht ist hier zu finden.


Diese Veranstaltung wurde gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des

Gemütlichkeit und nette Leute im Nordwesten

Nach dem fulminanten Auftakt am Schloss, ging es am 18.07.2021 nach Merzig und Dillingen. Peter war der Held des Lastenrades mit dem er alle Standutensilien fast im Alleingang über die Gesamtdistanz von 88 km transportierte, während der Rest im Zug anreiste. Der Standort „Altes Stadthaus“ in Merzig erwies sich als schattiger Segensort und die Tatsache, dass ein verkaufsoffener Sonntag war, führte dazu, dass wir nach kurzer morgendlichen Flaute mit vielen Passanten ins Gespräch kamen. Juan erwies sich als Held des Glücksrades, vor dem gerade die Kleinen Schlange standen, um gewissenhaft seine Fragen zu beantworten und freudestrahlend einen kleinen Preis entgegen zu nehmen.

Ursela versorgte alle aus unserer Gruppe mit aktionsunterstützenden fairen T-Shirt und brillierte im feministischen Diskurs, während Karsten sich als Dekorateurweltmeister und einfühlsamer Hartz-IV-Versteher entpuppte.

Matthias hatte seinen besonderen Moment, als er versuchte lauthals singend 1200€ für dich und mich an die Leute zu bringen. Das Wetter war so schön, dass es schon fast ein wenig zu heiß war und 2/3 der Beteiligten fuhren mit dem Fahrrad dann nach Dillingen und dann auch weiter nach Saarbrücken. Es waren vor allem die RentnerInnen, die sich mit einem bedingungslosen Grundeinkommen schwer taten und oft war es nur über den kleinen Vierbeiner möglich in ein Gespräch zu kommen, was ganz oft in dem Ergebnis gipfelte, ja, wenn es das gibt, dann würde ich mehr reisen. Viele weitere Unterschriften für die EBI (Europäische Bürgerinitiative) sind gesammelt, wobei auffällt, dass das Ausfüllen der Listen nicht ganz so einfach zu seien scheint. Eine Woche später, am 25.07.21 ging es weiter in Saarlouis und Völklingen. Aber dann mit dem Fahrrad, versprachen wir uns selbst.


Diese Veranstaltung wurde gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des

Himmelverschönerung am Saarbrücker Schloss

Nicht zu glauben, aber wahr: Das Wetter spielte auf die Minute mit.

Waren wir noch vor Beginn unserer Auftakt-Veranstaltung skeptisch, weil die Vorhersagen noch ein paar Tage zuvor schlimme Regenergüsse meldeten, mussten wir feststellen, dass irgend ein Wesen die Winde verlangsamt hatte und die dicken Regenwolken zielgenau erst nach Beendigung unserer Auftakt-Veranstaltung am Saarbrücker Schloss um 19 Uhr abregnen ließ.

Nicht lange nachgedacht – es konnte sich nur um Päckchen handeln. Wer ist denn Päckchen, fragen sie sich nun sicher.

Nun – Päckchen kann neben dem Wettermachen auch viele andere Dinge. Päckchen lockert die Stimmung auf, kann gut schauspielern und kritische Fragen stellen. Päckchen ist ein Universalgenie in Sachen Besserwisserei und kann jedermann von Allem überzeugen – auch vom Fairen Handel und dem Bedingungslosen Grundeinkommen. Und: Päckchen war mit uns am Schloss. Dabei ist Päckchen noch nicht einmal lebendig sondern nur eine kleine Stoffpuppe.

Da Bilder viel mehr sagen, als lange Reden – hier die visuellen Impressionen von neulich Samstags am Nordflügel des Saarbrücker Schlosses:


Diese Veranstaltung wurde gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des